Vienna Service Guard
Ladendiebstähle, Raubüberfälle, Zechprellerei, Raufhandel, Vandalismus, Bettelei ... insbesondere in den Ballungszentren und Shopping Malls hat das Sicherheitsbedürfnis stark zugenommen. Durch die Initiative und internationale Expertise von SECURITAS konnte ein neues und innovatives Sicherheitskonzept auf Time Sharing Basis umgesetzt werden.
Bei dem von SECURITAS entwickelten Time Sharing Modell teilen sich rund 30 bis 35 benachbarte Geschäfte jeweils einen uniformierten SECURITAS-Service Guard. Die Geschäftsleute sind mit einem Sender über ein autarkes lokales Funknetz in permanenter Verbindung mit ihrem persönlichen Guard, der nach Auslösen eines Service- oder Alarmrufes in 30 bis spätestens 90 Sekunden im jeweiligen Geschäft ist. Bei zwei zeitgleichen Alarmen im selben Zuständigkeitsbereich ist ein „benachbarter“ Service Guard umgehend zur Stelle. Bei Vorliegen strafrechtlich zu ahndender Tatbestände fordert der Service Guard zusätzlich Hilfe bei Polizei, Rettung oder Feuerwehr an.
Möglich wurde ein Sicherheitsprojekt dieser Art und Größenordnung nur durch eine umfassende Abstimmung mit der Exekutive und den Kaufmannschaften. Wesentlich zum Erfolg des Konzepts beigetragen hat auch die enge Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien sowie dem Wiener Einkaufsstraßenmanagement.
Mag. Martin Wiesinger, Geschäftsführer der SECURITAS Sicherheitsdienstleistungen GmbH: „Für uns war es in der Entwicklungsphase des Projektes besonders wichtig, das für Österreich neue Produkt mit der Exekutive abzustimmen. Als der knowledge leader in der Sicherheitsbranche wollten wir durch diese abgestimmte Vorgangsweise vermeiden, in einen Topf mit diversen Detektivdiensten, Bürgerwehren und selbsternannten Sheriffs geworfen zu werden. Mit dieser neuen Dienstleistung konnten wir Geschäftsleuten zusätzliche Sicherheit und Service bieten – und das für 5 bis 10 Euro pro Tag.“
Das Service Guard Konzept wurde im Juni 2004 in der Wiener Innenstadt lanciert. Für das Pilotprojekt konnten ursprünglich 30 Geschäfte gewonnen werden, die von 3 Guards betreut wurden. Mittlerweile sichert SECURITAS mit insgesamt 5 Guards rund 130 Geschäfte. Im Juli 2005 startete SECURITAS ein neues Service Guard Pilot Projekt in Mödling, das inzwischen zum unverzichtbaren Bestandteil des Stadtgemeindesicherheitskonzeptes gehört. Ein Service Guard ist hier für den Bereich Bahnhof und Fußgängerzone zuständig und betreut insgesamt 80 Händler.
Sicherheit und Service
Ein Service Guard greift unterstützend ein – ob bei Schwierigkeiten mit zahlungsunwilligen Kunden, bei Problemen mit Randalierern, bei Notfällen und in Gefahrensituationen wie Brand-alarm, bei Ladendiebstahl und Überfällen. Er oder sie unterstützt Polizei, Rettung und Feuerwehr in Einsatzfällen. Die Service Guards sind nicht bewaffnet, sie führen für den Extremfall lediglich Handschellen und Pfefferspray mit sich. Zusätzlich zu diesen Sicherheitsdienstleistungen deckt ein Service Guard auch eine Reihe von Serviceleistungen ab. Dazu gehören etwa wie die Besetzung des Ladens, wenn das Verkaufspersonal kurz weg muss, Hilfe bei technischen Störungen, wie z. B. Stromausfall im Geschäft oder die Kontrolle, ob alle Geschäfte am Abend versperrt sind.
Mitarbeiterauswahl und –ausbildung als Qualitätskriterium
Die Mitarbeiter werden nach genau für diese anspruchsvolle Tätigkeit definierten Kriterien ausgewählt. Dazu gehören kommunikative und diplomatische Fähigkeiten ebenso wie entsprechende Umgangsformen, Fitness und Stressresistenz. Zusätzlich zu der für alle SECURITAS- Mitarbeiter obligatorischen EU-konformen Grundausbildung, absolvieren die Service Guards psychologische Schulungen, intensive Trainings im Arbeitsumfeld, Alarm- und Servicesender-Schulungen, Erste Hilfe, Feuerbekämpfung sowie Konfliktmanagement und Kundenservice.
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