BKA-Präsident Ziercke für mehr Kooperation zwischen Staat und Wirtschaft
23 Juli 2008
Der Präsident des Bundeskriminalamtes Jörg Ziercke befürwortet eine engere Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und privaten Sicherheitsunternehmen. Auf einer sicherheitspolitischen Veranstaltung der Securitas in der Hamburger Handelskammer am Dienstag (22. Juli 2008) verwies er darauf, dass die 180 000 Beschäftigten der Branche hier einen wichtigen Beitrag leisten könnten. Die hoheitlichen Aufgaben blieben auf jeden Fall beim Staat, allerdings sei eine Bündelung der Kräfte das Gebot der Stunde: „Das Gewaltmonopol liegt beim Staat, das Sicherheitsmonopol nicht.“ In anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Frankreich würden Behörden und Unternehmen auf diesem Gebiet mehr zusammenarbeiten als in Deutschland.
Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus hob in diesem Zusammenhang die erfolgreiche Kooperation von Sicherheitsbehörden und Unternehmen hervor, zum Beispiel im Hafen, im Flughafen oder im Öffentlichen Personennahverkehr: „In einem Ballungszentrum und einer Handelsmetropole wie Hamburg kommt dem Schutz der Infrastrukturen eine besondere Bedeutung zu. Es geht dabei um die Sicherheit und Versorgung von Millionen Menschen. Die Sicherheitsbehörden unterstützen die Unternehmen nicht nur mit Beratung, sondern auch mit konkreten Handlungsempfehlungen. Die Wirtschaft selbst bringt ihren Sachverstand und ihre praktischen Erfahrungen in diese Partnerschaft ein. Ich freue mich in diesem Kontext sehr über die enge und gute Zusammenarbeit unseres Verfassungsschutzes und unseres Landeskriminalamtes mit der Hamburger Wirtschaft.“ Sicherheit sei zudem ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil, so Senator Christoph Ahlhaus weiter. Dem diene auch der Studiengang Sicherheitsmanagement an der Hamburger Hochschule der Polizei, in dem Experten für Unternehmen und Polizei im Grundstudium gemeinsam ausgebildet werden.
Der Geschäftsführer von Securitas Deutschland, Manfred Buhl, warb erneut für Mindestlöhne im Sicherheitsgewerbe, um die von der Politik formulierten Erwartungen erfüllen zu können. Zudem würden sich nur so die Arbeitsplätze in der Branche dauerhaft sichern lassen.
Kontakt:
Birgit Dräger, Leiterin Unternehmenskommunikation,
Tel. +49 30501000611, presse@securitas.de
-
Seite drucken
Seite drucken
Um diese Seite zu drucken, Datei->Drucken oder Datei->Druckansicht im oberen Menü
Ihres Web-Browsers auswählen.
-
Seite per Email
-
Bookmark
Bookmark
[Missing text /topTools/sharethispage/instructions for de]